MASK – Erfassung und Modellierung integrierter akademisch-sprachlicher Kompetenzen

Ziel des MASK-Projekts ist die empirische Fundierung des Kompetenzkonstrukts, das der erfolgreichen Bewältigung integrierter akademisch-sprachlicher Aufgaben in einem Kontext von Englisch als Fremdsprache zugrunde liegt. Das aktuelle Projekt stellt eine Fortsetzung der seit 01/2020 laufenden ersten Projektphase dar. Kernelement des Projekts ist die Entwicklung und Erprobung valider Kriterien zur Bewertung integrierter Schreibprodukte, mit denen die für eine erfolgreiche Aufgabenbearbeitung notwendigen Kompetenzen umfassend und differenziert erfasst werden können.

  • Mit der zunehmenden Internationalisierung der Hochschulbildung werden akademisch-sprachliche Kompetenzen von Studierenden nicht nur in ihrer Erstsprache (L1) gefordert, sondern auch in Fremd- und Zweitsprachen (L2). Hierbei kommt dem Englischen als Lingua Franca eine besondere Bedeutung zu. Im Bereich der internationalen Studiengänge gibt es Untersuchungen zu akademisch-sprachlichen Anforderungen, doch fokussieren diese meist auf die Kompetenzen der internationalen Studierenden. Hingegen sind die Kompetenzanforderungen deutscher Studierender in der Unterrichtssprache Englisch in internationalen Studiengängen nicht erforscht.

    Besondere Bedeutung kommt im Hochschulkontext den schriftsprachlichen Kompetenzen zu, insbesondere der Textproduktion auf Basis zuvor gelesener Texte (reading-into-writing), sowohl in deutsch- als auch in englischsprachigen Studiengängen. In der Literatur herrscht weitgehender Konsens darüber, dass akademisch-schriftsprachliche Kompetenzen in der L2 mehrere Teilfähigkeiten umfassen und dementsprechend als mehrdimensional zu betrachten sind. Neben Schreibkompetenzen umfasst das Konstrukt Lesekompetenz. Des Weiteren ist das Konstrukt charakterisiert durch allgemeine fremdsprachliche Kompetenzen, Wissen bezüglich der Diskurssynthese im Rahmen bestimmter kultureller sowie soziolinguistischer Kontexte, sowie der Fähigkeit, den Kontext von Schreibaufgaben zu interpretieren. Forschungsbedarf besteht allerdings bezüglich der Frage, ob akademisch-schriftsprachliche Kompetenzen in der L2 sich vollständig durch die Summe zugrundeliegender Teilkompetenzen erklären lassen, oder ob für die Bewältigung der kombinierten Anforderungen zusätzliche spezifische Kompetenzen erforderlich sind.

  • Übergeordnetes Ziel des Projekts ist die empirische Fundierung des Kompetenzkonstrukts, das der erfolgreichen Bearbeitung integrierter akademisch-sprachlicher Aufgaben im Fremdsprachenkontext Englisch zugrunde liegt. Kernelement zur Erreichung dieses Ziels ist die Entwicklung und Erprobung valider Kriterien zur Bewertung integrierter Schreibprodukte. Aufbauen auf den Arbeiten der ersten Projektphase verfolgt die Fortsetzung des Projekts vier Ziele, mit denen die bisher gewonnenen Erkenntnisse zum Konstrukt akademisch-sprachlicher Kompetenz gesichert und weiter ausgebaut werden sollen:

    1. Eine vertiefende Analyse der Prozesse bei der Bearbeitung integrierter Aufgaben
    2. Eine vertiefende Untersuchung der Qualität menschlicher Urteile von Bewerter*innen mit und ohne Expertise
    3. Die vertiefende Untersuchung der Dimensionalität der menschlichen Urteile und computerbasierten Textbewertungen
    4. Entwicklung von Modellen zur Vorhersage der menschlichen Urteile durch computerbasierte Analysen
    1. Logo Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

    2. Status:
      Laufendes Projekt
      Schwerpunkt: Bildung in der digitalen Welt
      Abteilung: Lehr- und Lernqualität in Bildungseinrichtungen
      Arbeitsbereich: Educational Measurement
      Bildungsbereich: Hochschule
      Laufzeit:
      01/2020 – 09/2025
      Finanzierung:
      Drittmittelprojekt
      Kontakt: Ximena Delgado Osorio, Doktorandin